mediator competere


Wettbewerbskoordination

phase eins

Bauwelt 46/98


Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich bin für Ausscheiden,
behalte aber den Rückholantrag im Kopf. Denn das was ihm gefällt
muss uns nicht unbedingt gefallen, da verläuft man sich ja schon
beim Blick auf die Pläne! Der Entwurf ist eine Zeitbombe, eine
Bedrohung für die Bewohner in No. 60. Was raus muß, muß
raus und sollte man nicht beweinen. Hier handelt es sich um Vortäuschung
falscher Tatsachen. Der Freiraum wird Frei-Raum bleiben und über
150 qm kann man nicht vermieten. Immerhin hat er seine Treppen einigermaßen
diszipliniert hingekriegt, er hat Toiletten und einen Eingang. Ich würde
die Pläne gerne in meinem Büro aufhängen - das ist Kunst!
Aber das Erdgeschoß ist wirklich chaotisch. Sicherlich gibt es
auch funktionierende Brachen, doch Küchen über zwei Stockwerke
müssen prinzipiell raus. Ich bitte um Nachsicht; man kann ungeheuer
genau werden und dann wird eine Arbeit unheimlich schlecht. Schließlich
ist der Druck einer Ecke enorm, wie alltagspsychologische Untersuchungen
gezeigt haben. Und Feixtänze in der Architektur sind auch schwer
bezahlbar. Das hier ist das Klassenhass-Beispiel, eigentlich schade,
der Grundriss ist nicht schlecht. Meine Stimme als Ankauf für die
gute Küche. Lassen sie uns eine Auszeit machen, kommt ihr Lieben.
Ich bitte um Zustimmung für die einstimmige Empfehlung; es ist
nicht ungewöhnlich, dass es am Ende einen Höhepunkt gibt,
ich gebe mein Amt zurück.




Ein Preisgericht ist kein leichtes Spiel. Schließlich bildet es
die Krönung eines hoch komplexen demokratischen Prozesses, der
vor der Öffentlichkeit bestehen muss. Das nebenstehende Potpourri
von Originalzitaten bestätigt manche schon im vergangenen Jahrhundert
in der Fachwelt kursierende Mär über polternde Preisgerichts-Diven,
angeblich abgesprochene oder auch wegen Flugbuchungen abgebrochene Entscheidungen.
Im Sinne des nicht zu leugnenden Happeningfaktors im Preisgerichts wird
sicher hier und da ein Schmunzeln provoziert. Ebenso sollten aber auch
die spontanen avantgardistischen Architekturtheorien und geheimnisumwitterten
Anekdoten über wortakrobatischen Preisgerichts-Plädoyers für
die Baukultur und wider dem Mob weiterleben. Denn in jeder Geschichte
steckt ein wahrer Kern.

Trotz aller Detailkritik an Personen und Verfahren ist der Architekturwettbewerb
weiterhin ein Kulturgut das nicht unbedingt /keine Glückssache
ist und dessen sich die Architektenschaft, insbesondere in diesem Lande,
glücklich schätzen darf. Sicherlich unterliegt auch dieses
demokratische Instrument den selben Versuchungen und persönlichen
Schwächen wie jedes andere und ist damit ein Spiegel einer Gesellschaft.
Letztendlich geht es um einen Prozess zur Entscheidungsfindung der weltweit
vorbildlich ist, und der auch deshalb verantwortungsvoll von allen Beteiligten
gepflegt werden muss.

Ziel ist eine qualitätvolle und i.d.R. eine realisierbare Lösung,
ein Konsens der unterschiedlichsten Interessen. Dieses wird umso eher
erreicht, umso mehr Beteiligte dieses vorurteilsfrei im Rahmen ihrer
Interessen, aber auch denen der anderen verfolgen. Abhängig von
den unterschiedlichen Randbedingungen bietet der Wettbewerb die einzige
Möglichkeit einer transparenten und gemeinsamen Entscheidung.


Eine untergeordnete, zugleich zentrale, in jedem Fall eher im Hintergrund
angesiedelte Rolle im ABC der Wettbewerbe spielen die Koordinatoren.
Sie übernehmen im Auftrag des Auslobers den Part des Moderators,
Stellvertreters und Katalysators zwischen den Beteiligten, die während
des Wettbewerbs teilweise nicht in direkten Dialog miteinander treten
(dürfen). Zudem erfüllen sie auch die Aufgaben der Grundlagenermittlung
der Leistungsphase 1. Die Aufgabe des Koordinators ist es, die verschiedenen
Interessen der Beteiligten zusammenzubringen und sie verständlich
in der Sprache des jeweils angesprochenen zu vermitteln. Während
der teilnehmende Architekt die Aufgabe eher grafische und räumlicher
Darstellungen versteht, sind Auslober in der Regel am besten mit Wirtschaftlichkeitsdaten
und Angaben zur Realisierbarkeit vertraut. Der Vergleich zum Diplomaten
oder Dolmetscher ist also durchaus zutreffend.


Im Dialog mit Auslober, Behörden und Preisrichtern werden die
Unterlagen zur Auslobung erarbeitet. Je präziser diese den Anforderungen
entsprechen, die den Beteiligten oft erst während diesem Prozeß
deutlich werden, je klarer die Unterlagen Zwänge, Freiheiten und
Zielkonflikte benennen, je übersichtlicher, knapper und verständlicher
sie dargestellt sind, umso größer ist die Trefferquote der
Entwürfe und umso wahrscheinlicher sind die Chancen, daß
das prämierte Projekt auch in der prämierten Form realisiert
wird.

Des weiteren werden Entscheidungen über die Besetzung des Preisgerichts
und der Modus zur Auswahl der Teilnehmer beratend begleitet.

Insbesondere bei Wettbewerben mit privaten Auslobern entstehen in der
Abstimmung des Verfahrens häufig Konflikte. Einerseits sind dem
Auslober die notwendigen Interessen einer Gemeinde oder Stadt zu vermitteln.
Andererseits sind oftmals Vorbehalte seitens der Behörden zu überwinden,
zumal sich der private Auslober dem Prozedere des Architekturwettbewerbs
freiwillig unterwirft. Damit handelt er schließlich vorbildlich
im Sinne des Bauens als Kulturarbeit und gesellschaftlicher Interessen,
selbst wenn es nicht immer originäre Absicht war und letztlich
zu seinem Vorteil gereicht


Im Dialog mit Auslober und Architektenkammer ist das passende Verfahren
zum Thema zu finden, denn wer brät schon Spargel oder kocht den
Kaviar? Dabei treffen Kosten und Zeitschienen häufig auf Vorurteile
beim Auslober. Die Koordinatoren können Möglichkeiten demonstrieren,
wie z.B. größere Teilnehmerzahlen fair bewältigt, oder
zu große verhindert werden können, wenn sie inhaltlich keinen
Sinn machen und unnötig Kopfarbeit und Geld verschleudern. Und
sie zeigen Chancen auf, die sich überhaupt durch einen Wettbewerb
eröffnen. Dabei ist die notwendige Koordinierung mit der Kammer
zu leisten, um die Kompatibilität zu den Regularien der Grundsätze
und Richtlinien für Wettbewerbe (GRW) sicherzustellen, also ein
faires Verfahren.


Im Dialog mit den Sachverständigen werden im Vorfeld Probleme
thematisiert und an den eingereichten Arbeiten im Rahmen der Vorprüfung
quantitativ und qualitativ geprüft.


Im Dialog mit den Vorprüfern, vorzugsweise fachspezifisch erfahrene
Mitarbeiter oder externe Architekten, wird ein Vorprüfbericht erstellt,
der dem Preisgericht wie ein Werkzeug dienen muss und die essentiellen
Elemente der Arbeiten entsprechend den Bewertungskriterien übersichtlich
und schnell begreiflich macht.


Im Dialog mit dem Preisgericht sind die Arbeiten mit Hilfe von Werkzeugen
wie dem Vorprüfbericht und weiteren Medien wertfrei und zugleich
als Anwalt der Verfasser zu präsentieren. Dazu dient auch der zu
organisierende Rahmen der Veranstaltung, der einen reibungslosen Ablauf
garantieren muss.


Im Dialog mit den Teilnehmern und der Öffentlichkeit wird durch
die Aufarbeitung des Ergebnisses in Berichten, Protokollen, Veröffentlichung
und Ausstellung dem Recht auf Information und Präsentation im Sinne
einer demokratischen Transparenz entsprochen.


Zu Erkennen ist eine Komplexität im Aufgabenspektrum der Koordinatoren,
deren Einflüsse auf den Verlauf des Verfahrens nicht zu unterschätzen
sind. Jeder der Beteiligten hat seine Erfahrungen mit Wettbewerben gemacht
und darunter sicher auch negative. Es wird immer Wettbewerbe mit umstrittenen
Ergebnissen geben, Wettbewerbe zu denen vielleicht besser andere Teilnehmer
eingeladen worden wären oder solche deren Ergebnisse durch politische
Entscheidungen blockiert werden. Das ist auch gut so, weil auch dieses
zum demokratischen Spektrum unseres Landes gehört. Minimiert werden
sollten aber Wettbewerbe, deren Zustandekommen, Verlauf und/oder Ergebnis
mangelhaft sind durch Inkompetenz einzelner Beteiligter.

Für die Auswahl der Koordinatoren und damit auch der Vorprüfer
sollten die selben Regeln gelten wie bei Preisrichtern und Teilnehmern:
nur ausgewiesene Fachleute, die alle Seiten und Aspekte des Themas Wettbewerb
kennen, können der Aufgabe gerecht werden. Dieses sind in der Regel
Architekten, seien es kleine Architekturbüros, die in dieser Tätigkeit
ein zweites Standbein haben oder sei es eines der fünf, sechs Architekturbüros
in Deutschland, die sich ganz auf diese Tätigkeit spezialisiert
haben. Die Ausbildung der Architekten, der Umgang mit modernen Medien
und die Erfahrung als Mittler zwischen Bauherren und Bauprojekt, zwischen
Behörden und Öffentlichkeit, zwischen Budget und Baufirma
entspricht der des Wettbewerbs-Koordinators. Zudem bedarf auch die Tätigkeit
des Koordinators eine gute Portion Kreativität, sowohl in Verhandlungen,
als auch in Darstellungstechniken.

Nichts gegen Betriebswirtschaftler und Projektsteuerer, aber sie werden
z.B. nie die Bedürfnisse der Architekten verstehen, was von essentieller
Bedeutung zur Formulierung der Aufgabe ist. Nichts gegen Beamte, speziell
wenn sie Erfahrungen als freie Architekten haben. Allerdings sind Interessenkonflikte
nur schwer zu vermeiden, wenn die beteiligte Behörde zugleich neutraler
Koordinator sein will.



Wir erinnern uns: ein Preisgericht ist kein leichtes Spiel, und schon
gar nicht ein Wettbewerbsverfahren insgesamt. Konsens ist, dass Wettbewerbe,
insbesondere offene Wettbewerbe, das richtige Mittel sind, um Qualität
und Entwicklung in der Architektur zu provozieren, und zugleich Projekte
in kurzer Zeit konsensfähig zu realisieren. Dieses Ziel kann nur
erreicht werden, wenn der Wettbewerb als Chance gesehen wird und von allen
Beteiligten im Verfahren und nach Außen getragen wird. Auf Seiten
der Koordinatoren wird die Reputation des Wettbewerbs gefährdet durch
zu viele stümperhafte Auslobungen, deren Ergebnisse vor dem Ziel
verhungern.
Das momentane Dilemma sinkender Zahlen von Wettbewerbsverfahren,
insbesondere offener Verfahren, ist vielleicht mit der schwachen Konjunktur
zu erklären. Vielleicht aber auch mit dem Schlupfloch des Verhandlungsverfahrens,
dem versteckten Weg zur Direktvergabe. Insbesondere die öffentliche
Hand sollte ihrer Vorbildfunktion gerecht werden, und sich nicht immer
häufiger auf dieses vermeintlich günstigere Verfahren zurückziehen,
das in der Architektenschaft zurecht als indiskutabel bewertet wird. Entstanden
ist das Verhandlungsverfahren im Rahmen der Einführung der EU-Dienstleistungsrichtlinie
92/50/EWG, die aber auch die anderen Verfahren weiter vorsieht. So fördert
das Missverständnis von EU-Öffnung = Verhandlungsverfahren eine
völlig deplazierte und unqualifizierte Ausländerfeindlichkeit.
Gerade jetzt werden, dem Beispiel Deutschlands folgend, in anderen Ländern
Europas mehr und mehr offene Wettbewerbe ausgeschrieben und nach dem Vorbild
der GRW organisiert.
Stattdessen sollten alle Beteiligten mit der
nötigen Courage positive Beispiele setzen, um die Projekte, die es
gibt wieder durch Wettbewerbe zu entscheiden. Nur durch eine größere
Zahl von Wettbewerben kann den hohen Teilnehmerzahlen der wenigen offenen
Wettbewerbe begegnet werden. Nicht durch die zwischenzeitliche Notlösung
des Losverfahrens und schon gar nicht durch Bewerbungsverfahren.
Schließlich
sollte der Zufall auf das Maß reduziert werden, das schon 1885 Thema
in der Deutschen Bauzeitung war: "Das, was aber den errungenen Preis
oft im Lichte eines Lotteriegewinns erscheinen lässt, ist eben in
erster Linie die Unberechenbarkeit der Grundsätze, nach denen die
jedesmaligen Preisrichter ihr Urteil fällen."


Arkitektur skapar image i tysk industri


AV TEXT LEO GULLBRING, FOTO LEO GULLBRING,
(Från Nordiska Industriprojekt
Nr 6 - 2002)

Tyska bilindustrin satsar stort på imageskapande arkitektur.

Översvämningarna gick hårt åt den Semperoperan
i Dresden. Dryga reparationer krävs för att återge den
klassiska byggnaden sitt forna skick. Men publiken kräver sin opera.
Vad göra? En reservlokal som hade klarat sig undan vattenmassorna
visade sig vara tillgänglig i Die Gläserne Manufaktur, Volkswagens
centralt placerade lyxbilsfabrik. Den i folkmun kallade Glasfabriken,
där man från gatan ser in på biltillverkningen nere på
verkstadsgolvet, är placerad i centrala Dresden. Sagt och gjort.
Harry Kupfer, ledare för den sachsiska statsoperans Dresdenensemble,
iscensatte på fem veckor sin speciella tvåtimmarsversion av
?Carmen?. Föreställningen gick för utställda
hus under hela november. Inne i ?salongen?, som utgjordes
av försäljningsytornas mjukt rundade rumsvolym, kunde nära
nog femhundra åhörare åt gången skymta den högteknologiska
sammansättningen av de dyra Phaetonbilarna genom de höga glasytorna
i den så gott som helt transparenta fabriken.

? Fabriken är något i särklass, förklarar
Ingemar Hellgren på svenska VW. Den är både vacker och
elegant, själva försäljningsdelen är utformad som
en påkostad hotellobby där kunderna kan se produktionen samtidigt
som man kan stifta närmare kontakt med inredningsmaterialen. Istället
för ett löpande band har man arbetsstationer som rör sig
långsamt, nästan omärkligt genom verkstadsytorna, åtföljda
av montörerna och alla deras verktyg.


VW:s Dresdenfabrik, ritad av xx, är ett av de mest uppenbara exemplen
på hur den tyska bilindustrin tar arkitekturen till hjälp när
den bygger Corporate Image. VW:s konkurrent BMW står för minst
lika ambitiösa projekt när de nu bygger en ny fabrik i Leipzig,
ritad av den kontroversiella stjärnarkitekten Zaha Hadid. Än
mer iögonfallande blir samma BMW:s nya Event and Delivery Center
center i München, format som ett stort moln och projekterat av det
än mer extrema arkitektkontoret Coop Himmelb(l)au.


Bilbaoeffekt inspirerar BMW


Arkitekt Benno Hossbach, delägare av PhaseEins i Berlin, hävdar
bestämt att tysk bilindustris storsatsning på uppseendeväckande
arkitektur handlar om mer än ögongodis. PhaseEins är något
så ovanligt som en arkitektfirma som inte ritar hus, utan som istället
assisterar både offentliga och privata klienter när de behöver
bygga nytt, ett arbete som inbegriper allt från analyser av lämplig
mark till genomförande av arkitekttävlingar. Han erkänner
dock att Frank Gehrys museum i Bilbao visat på arkitekturens möjligheter
som imageskapare både för städer och företag.


? Jag får svara både ja och nej på frågan
om tysk industri drabbats av en Bilbaoeffekt. Det är riktigt att
man idag ser arkitektur som ett viktigt element i att skapa och förstärka
ett varumärke, och Bilbao påskyndade säkert denna process.
Men å andra sidan vill jag påstå att i alla de projekt
vi utför så kan vi bevisa att arkitekturen också är
ekonomisk och funktionell. Stor arkitektur är i sig aldrig ett tillräckligt
argument, det må vara bra för ett företags profilering,
men räcker inte. Att skapa ekonomiskt fungerande funktionella lösningar
är huvuduppgiften.


Arkitektur och design som imageskapande konkurrensmedel är givetvis
inte någon nyhet. Werkbund, som bildades på initiativ av tyska
politiker och industrialister år 1907, hade som mål att använda
konst och arkitektur i näringslivets och statens tjänst. Peter
Behrens? legendariska huvudkontor i Frankfurt för kemiföretaget
Hoechsts, likväl som hans turbinhall för AEG, lanserad som en
?arbetets katedral?, är exempel på hur arkitektur
kan skapa tydliga företagssymboler. Med IT-samhället är
det dock inte endast det fysiska uttrycket som är intressant, utan
framförallt det mediala. Arkitektur blir till lätt kommunicerbara
ikoner som profilerar företag och städer på en global
marknad.


Bland PhaseEins uppdragsgivare finner man flera stora namn, bl a har
man sedan år 1998 hjälpt Adidas med både markanskaffning
och arkitektonisk utformning för deras nya högkvarter i Bayern,
och nu arbetar man med en enormt projekt som ska ge Frankfurt ett nytt
universitetscampus. Traditionellt har stat och kommun varit mer villiga
att genomföra arkitekttävlingar, men PhaseEins har övertygat
företag om att tvåstegstävlingar ger extremt goda resultat
till en förhållandevis låg kostnad, som oftast inte uppgår
till mer än 1-2% av den totala projektkostnaden. Samtidigt är
det inte helt enkelt att övertyga företagsledningarna om arkitekturens
värde, trots att biltillverkare som BMW lägger ner stora summor
i profileringen av sin image i själva bildesignen. I München
är dessutom situationen något prekär eftersom koncernens
huvudkontor ligger direkt invid Coop Himmelb(l)aus extrema byggnad


? Det tog ett och ett halvt år att övertyga BMW om en
arkitekttävlings fördelar, och varför företaget behövde
även en arkitektonisk profil. Vi visade dem exempel på andra
företags arkitektur, och inte minst deras egna höghus som på
sin tid var oerhört progressiva. Efter en viss övertalning hade
de dock inga problem att se kopplingen till sin egen attityd vad gäller
design av futuristiska bilar.


Med moln som inspiration


Tävlingen om BMW:s nya Event and Delivery Center i München
genomfördes i två steg. Första delen utgjordes av en öppen
anonym tävling med hela 270 förslag. Tjugonio av dessa valdes
ut till en inbjuden tävling, som räknade prestigekontor som
Sauerbruch Hutton, Morphosis och Zaha Hadid. Den vinnande lösningen,
?Clean Energy Cloud?, av österrikiska Coop Himmelb(l)au
skapar en öppen marknadsplats under en molnliknande konstruktion.
Molnet kontrollerar ventilation, uppvärmning, kylning och ljus, och
har likt en zeppelinare försetts med lounger på insidan, vilka
på två och en halv vånings höjd ger en formidabel
utsikt. Flexibiliteten i projektet har varit avgörande, samtidigt
som de organiska halvtransparenta former skapar en oförglömlig
image. Det molnlika taket ersätter fasaden som visuell idé,
och är blir med sin halvtransparens en tydlig bild av BMW:s framtidsvision.


- Vi började att tala om moln eftersom vi ville bygga en slags pneumatisk
miljö som förändras med brukarens rörelser och sinnesstämning,
minns Wolf Prix, som redan på sextiotalet grundade arkitektbyrån
Coop Himmelb(l)au med sin kollega Helmut Swiczinsky.


De har arbetat med sina molnidéer under lång tid, och den
gode cigarrcigarillrökande Wolf Prix hävdar bestämt att
arkitekturen ligger i innehållet, inte i skalet. Han erkänner
villigt att det är ett helgerån i den arkitektoniska professionen
att försöka upplösa alla former. Men som sann dekonstruktivist
hävdar att att den auktoritära västerländska logiken
måste ifrågasättas även av arkitekter, precis på
samma sätt som av konstnärer som Brancusi, Tatlin och Duchamp.
Wolf Prix? militanta dekonstruktivism minner ibland om dadaistiska
happenings när han försöker lämna alla fysiska begränsningar
därhän. Dekonstruktivismen innebär då inte att förstöra,
men att ifrågasätta och gå över gränserna i
sökandet efter det nya.


- Om arkitektur är den tredimensionella fortsättningen av våra
liv, alla dessa omständigheter som färgar våra liv, då
är arkitektur viktigt! Många har svårt att acceptera
våra modeller, men när byggnaderna väl står där
älskar de dem därför att de är de enda som är
identifierbara och som ger en känsla av identitet i ett hav av medelmåttiga
verk.


Men att ha moln som förlagor? Är det inte lite väl efemärt
och fjärran våra mer vardagliga behov? Byggnader är ju
tänkta att stå där för evärdlig tid, medan ett
moln byter skepnad från minut till minut. Men Wolf Prix replikerar
snabbt som en fäktare att upplösningen av den fysiska arkitekturen
varit ett arkitektoniskt tema ända sedan 1968.


- Som arkitekter arbetar vi med en rad omöjligheter. Vi måste
välja en av dessa omöjligheter och se till att den genomförs.


Zaha Hadid i Leipzig


I Leipzig tog Zaha Hadid, en ännu mer känd dekonstruktivist,
hem spelet bland ursprungligen 208 olika förslag till BMW:s nya fabrik
för tillverkning av serie 3 modeller. Här gick arbetet betydligt
smidigare, efter förarbetet i München, framhåller Benno
Hossbach.


? Fördelen med en första öppen, anonym tävlingsfas
är att klienten inte är bunden till att genomföra det vinnande
förslaget. Istället kan de se vilka möjligheter som står
till buds och, tillsammans med oss, utforma ramarna för den andra,
inbjudna tävlingsfasen.


PhaseEins:s arbete påbörjades redan på ett tidigt skede
i att se till företagets både konkret praktiska och mer långsiktiga
behov, att förhandla med kommunens planerare, i att se till tävlingens
omfattning, utarbeta exakta och koncisa tävlingshandlingar, ta fram
en jury och erforderlig experthjälp, sammanställa och presentera
tävlingsförslag med hjälp av bl a CAD- analyser, ända
fram till den avslutande prisceremonin.


? I Leipzig bjöds 26 olika arkitektkontor in till den andra
tävlingsfasen. BMW var lika lite ute efter att plocka in en arkitekt
via kompisarna på golfbanan, som att anlita de mest kända stjärnarkitekterna.
Några av världskändisarna uteslöts därför
att deras attityd inte fungerade. Nu är visserligen Zaha Hadid en
stjärna, men hennes arkitektur är i det här fallet inte
först och främst något juvellikt objekt, utan en pragmatiskt
funktionell och finansiell arkitektur som samtidigt förstärker
företagets varumärke.


BMW valde mellan en rad olika städer för sin nya fabrik. Leipzig
är sedan länge känt som handelscentrum. Den första
Leipzig Brühl avhölls redan år 1165, och Tyskland första
järnvägslinje gick från Leipzig till Dresden. Byggnationen
av den nya fabriken på en 30 hektar stor tomt i norra Leipzig, inte
långt från det nya mässområdet, har redan påbörjats
och beräknas vara klar till våren 2005. Fabriken ska producera
650 bilar per dag. Hela 5 500 anställningar blir följden av
den ca 10 miljarder stora investeringen, plus lika många bland underleverantörer.


Inte olikt VW:s fabrik i Dresden innehåller projektet också
en försäljningsavdelning. Tillsammans med matsalar, administration,
kvalitetskontroll och annat utgör den skulpturalt formade centralbyggnaden
fabriksområdets förenande element. Kommunikation och integration
är några av de bärande beståndsdelarna i det stjärnformade
nätverket, som begåvats med en tydligt markerad exteriör.
Runt omkring ligger de tre enklare fabriksbyggnaderna för sammansättning,
montering och lackering. Den skotske landskapsarkitekten Gross Max ansvarar
för den yttre planeringen. Eftersom hela flödet av bilar går
igenom centralbyggnaden, åskådliggörs hela fabriksprocessen
för besökare, och fungerar på det viset också som
något av en offentlig plats.


Zaha Hadid började sin karriär med en brandstation för
Vitra, ett av de tyska företag som i slutet av nittonhundratalet
fick ett stort medialt genomslag med sina arkitektursatsningar, som även
räknade Frank Gehrys första organiskt skulpterade byggnad. Och
hon hävdar att det samtida mediasamhället förändrat
vår rumsuppfattning. Arkitektens arbete handlar därför
inte främst om att gestalta rumslighet, utan om att låta rörelsen
organisera arkitekturen. Denna dekonstruktion underlättas också
av det faktum att våra byggnader berövats sina betydelsebärande
element. Fasader och väggar utförs inte längre i enhetliga
material som trä eller tegel, utan kan delas upp i ytskikt, tätskikt,
isolering, bärande stomme, fasadmaterial med mera. Rumsgestalningen
handlar om ett inneslutande, om skapa en ram för mänsklig aktivitet.


Läs mer i ?Brandscaping?, ed Otto Riewoldt, utgiven
av Birkhäuser 2002.
Se också Phase1:s hemsida: www.phase1.de


From: www.medact.se/t_projekt/artikel_detalj.asp?Artikel_Kod=171&Sid_kod=pr