wettbewerbe

Aufgaben im Bereich der Regionalplanung und des Bauwesens erfordern heute mehr denn je innovative Lösungsvorschläge. Wettbewerbe führen zur Optimierung des Entscheidungsprozesses. Sie schaffen einen formalen, terminlich definierten Rahmen und helfen bei der Suche nach der bestmöglichen Lösung.

Der Auslober steuert gemeinsam mit dem Koordinator alle Schritte des Wettbewerbsverfahrens; beginnend mit der Wahl des passenden Wettbewerbsverfahrens für die Aufgabe.

Wettbewerbsverfahren implizieren die Notwendigkeit, noch vor der Auslobung eine klar umrissene Aufgabenstellung zu formulieren. Die intensive Zusammenarbeit zwischen Auslober, Preisrichtern und Sachverständigen bewirken eine Reduzierung von Planungsfehlern und Fehlentscheidungen. Stattdessen wird bereits zu einem frühen Zeitpunkt eine größtmögliche Planungssicherheit erzielt.

Durch die frühe Einbindung der zuständigen Verwaltungen und politischer Gremien in die Vorbereitung des Verfahrens und im Preisgericht wird zugleich der Genehmigungsprozess beschleunigt.

Der Auslober erhält eine große Zahl alternativer Lösungen zu kostengünstigen Konditionen. Die Gesamtkosten eines Wettbewerbes liegen in der Regel bei 0,5 bis 1,5 % der Bausumme, bei Großprojekten deutlich niedriger. Durch die intensive Betrachtung der Aufgabe und die Vielzahl der Lösungsvorschläge werden häufig neue Aspekte für den Auslober relevant und erkannt.

Wettbewerbslösungen erzielen aufgrund der besonderen Motivation der Teilnehmer wichtige funktionale und wirtschaftliche Lösungen, die letztendlich maßgeblich zur Reduzierung der Herstellungs- und Folgekosten beitragen können.

Für den Architekten stellt der Wettbewerb eine Herausforderung und zugleich die Chance dar, einen Preis zu erzielen und anschließend mit der Bauaufgabe betraut zu werden. Er hat die Gelegenheit, sich mit Berufskollegen zu messen und sein eigenes Profil weiter zu entwickeln.

Mit der Entwurfsprämierung werden die besten Architekten für die spätere Realisierung gewonnen. Je nach Verfahrensart erhalten auch unbekanntere und junge Architekturbüros mit oftmals unkonventionellen Lösungsansätzen die Chance sich mit einer Prämierung zu profilieren, und können neue Erkenntnisse zum Projekt beitragen.

Nicht zuletzt ist das Wettbewerbswesen ein Kulturgut mit hohem gesellschaftlichem Ansehen; von diesem positivem Image können der Bauherr und das Bauprojekt in der Öffentlichkeit profitieren.